Motorrad- Wandern in der alten Welt

Das zweite Wochenende im Oktober, ein Garant für schöner Wetter an dem ohne Corona die Veterama Mannheim stattgefunden hätte, wurde als Termin für die Abschlussfahrt der Oldtimerfreunde des AMC- Kerzenheim gewählt.

Und es sollte sich bewahrheiten! Tolles Spätsommerwetter, und die gewählte Region präsentierte sich in einer Farbenvielfalt wie es eindrucksvoller nicht sein konnte. Hinzu noch die sehr verkehrsarme Region im Grenzbereich der Flüsse Glan, Lauter und Alsenz die als „die alte Welt bezeichnet“ wird. Wohl deshalb, da diese Region während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert das Nachsehen hatte. Aus heutiger Sicht ein Glücksfall, da man diese Region als Juwel des Nordpfälzer Bergland bezeichnen kann. Liest man die Ortsnamen Reipoltskirchen, Reichsthal sowie Seelen fühlt man sich weit weg vom Ausgangspunkt der Tour, wo die Ortsnamen meist mit „heim“ enden. Die Tour begann also in Kerzenheim, weiter nach Ramsen, Neuhemsbach, Otterberg, Schallodenbach, Heimkirchen, Reichstthal nach Reipoltskirchen mit der gut erhaltenen aus dem 13. Jahrhundert stammende Wasserburg mit einem Aussichtsturm, als Zwischenstopp bestens geeignet. Dann weiter nach Hohenöllen, Aschbach, Glanbrücken nach St. Julian wo es eine Ölmühle aus dem 17. Jahrhundert zu besichtigen gab. Wenn bei der voll funktionsfähigen Mühle der Schieber für das Mühlrad geöffnet wurde, machte das hölzerne Getriebe für den Antrieb mächtig Eindruck und das Mahlwerk sowie die Stempelpressen begannen zu arbeiten. Die Abgeschiedenheit der Region hat da zum Erhalt der Mühle sicherlich beigetragen. Ein Glücksfall das sie die Jahrhunderte überlebt hat!

Die Region hat für Motorradfahrer einen besonderen Reiz, den die sich ständig änderten Höhenmeter der Strecke  zwischen 240 und 460 Metern, und eine Serpentine nach der anderen bringen Fahrspaß. Hinzu kommt die geringe Verkehrsdichte und Landschaftlich ein Höhepunkt nach dem andern, was immer mal wieder zu einem Zwischenstopp einlädt. Auf unserer Tour ging es nun weiter nach Lauterecken, Cronenberg, Becherbach, Waldgrehweiler, Dörrmoschel, Dörnbach, Imsweiler, Schweisweiler zum Burgdorf Falkenstein. Im Falkensteiner Hof wurden die verbrauchten Kalorien in Form von Flammkuchen und Schorle wieder ausgeglichen. Im Gartenlokal gab es Sonnenschein pur,  und die Beurteilung des Tages konnte nur positiv ausfallen. So ging eine Tour für Genießer zu Ende. Am späten Nachmittag verabschiedeten sich die Teilnehmer zur Heimfahrt. Einstimmiger Tenor  der Teilnehmer, diese tolle Gegend vor der Haustür, hat noch viele Überraschungen zu bieten. Da fahren wir nächsten Jahr wieder hin!!!

Heinz Wirdel

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Autor: Julia Maurer

Projektkoordination - Digitale Dörfer; Chefredakteur www.goellheim-aktuell.de