Job Action“: Neues Projekt der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft

Zum neuen Jahr ist bei der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Donnersbergkreises das Projekt „Job Action“ gestartet. Ziel dieser Maßnahme ist es, junge Menschen unter 30 Jahren, die sich weder in Schule, Ausbildung oder Arbeit befinden, im persönlichen sowie handwerklichen Bereich zu qualifizieren und fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Ein Einstieg in das Projekt ist jederzeit möglich.

Wie andernorts ist auch im Donnersbergkreis eine Entwicklung festzustellen, dass ein Teil der zur Verfügung stehenden Ausbildungsstellen unbesetzt bleibt und einem Teil der Jugendlichen der Übergang von Schule in Ausbildung und/oder Arbeit nicht gelingt. Hierdurch steigt das Risiko von Langzeitarbeitslosigkeit und Armut. Im Jahr 2020 waren so in der Altersgruppe unter 30 Jahren im Durchschnitt 250 Menschen im Rechtskreis SGBII im Donnersbergkreis arbeitslos.

„Wir möchten mit der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft gerade auch diesen Menschen helfen, wollen sie beim Übergang in Arbeit und Ausbildung unterstützen“, sagt Judith Schappert, die Büroleiterin der Kreisverwaltung des Donnersbergkreises und Geschäftsführerin der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Bei diesem Personenkreis bestehe oftmals eine große Distanz zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Aufgrund der persönlichen Voraussetzungen und der Vielzahl an Vermittlungshemmnissen, welche die jungen Menschen mitbringen, sei es oft nicht möglich, diese zu erreichen.

Um genau das zu ändern, ist zum neuen Jahr bei der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Donnersbergkreises das Projekt „Job Action“ gestartet. Hier soll den jungen Menschen eine zu ihren individuellen Bedürfnissen passende Unterstützung geboten werden. „Eine geregelte Tagesstruktur sowie aussichtsreiche Zukunftsperspektiven sind von großer Bedeutung. Junge Menschen sollen durch die Teilnahme am Projekt und den damit verbundenen positiven Erfahrungen lernen, sich wieder als ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft wahrzunehmen“, berichten Sabrina Mahler und Susanne Throm, die das Projekt betreuen – und fügen an: „Ein weiterer Ansatz ist dabei, für das eigene Leben und das eigene Berufsleben Verantwortung zu übernehmen.“

Zielgruppe des Projekts sind junge Menschen unter 30 Jahren, die sich weder in Schule, noch in Ausbildung/Arbeit befinden und mindestens zwei Vermittlungshemmnisse aufweisen. „Es ist wichtig, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wieder zu motivieren. Sie brauchen Erfolgserlebnisse, müssen ihr persönliches Potenzial kennenlernen, um ihren eigenen beruflichen und persönlichen Weg zu entwickeln“, erzählen Sabrina Mahler und
Susanne Throm, die bei der Gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die sozialpädagogische Betreuung zuständig sind.

Durch die Arbeit im Projekt soll das Selbstwertgefühl der jungen Menschen gestärkt werden. „Wir möchten jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer dort abholen, wo er steht, möchten ihnen die nötige Motivation mitgeben, um eigene Verhaltensänderungen vornehmen zu können. Am Ende des Projektes sollen sie sich selbstständig um eine Integration in den Arbeits- und/oder Ausbildungsmarkt bemühen“, erläutern Sabrina Mahler und Susanne Throm.

Nach einer Einstiegsphase, wo erste Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Arbeitsbereichen Holz, Metall und Nähen entwickelt und vermittelt werden, sind verschiedene Teilprojekte vorgesehen: Gestartet wurde mit der Instandsetzung und Renovierung eines Bauwagens im Rahmen der Renaturierung des Schulgartens der Georg-von-Neumayer-Realschule plus mit dazugehörigem Schulweinberg. Dieser wird für die Nutzung im Schulweinberg der Schulen in Kreisträgerschaft eingesetzt. In der Werkstatt der Gesellschaft werden zudem unterschiedliche Spiele für die Ausstattung eines Spielmobils für den Ganztagsschulbereich angefertigt. Nach einer Schulung durch die Klimaschutzbeauftragten des Donnersbergkreises zum Thema Klima- und Umweltschutz ist die Renaturierung des Schulgartens der Georg-von-Neumayer-Realschule plus in Kirchheimbolanden vorgesehen. Zudem sollen in einem weiteren Teilprojekt Spiele für den Pausenhof der Georg-von-Neumayer-Schule und des Nordpfalzgymnasiums gestaltet werden. Zudem ist eine Neugestaltung
einer Kommunikationsecke der Realschule plus in Kirchheimbolanden geplant und es besteht bereits eine Näh-Arbeitsgemeinschaft.

„Die komplette Projektplanung und Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den Teilnehmenden. Es werden für den Arbeits- und/oder Ausbildungsmarkt relevante Kompetenzen und Qualifikationen vermittelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dabei in die Planung und Materialbeschaffung involviert. Sie sollen lernen, was, wofür und wie viel benötigt wird, welches Budget vorhanden ist und wie dies alles nachhaltig und ressourcenschonend beschafft und eingesetzt werden kann“, erläutern die sozialpädagogischen Betreuerinnen.

Aus all diesen Teilprojekten entsteht am Ende ein Jahresprojekt, dessen Ergebnis bei einem Tag der offenen Tür oder bei einem Sommerfest der Schule vorgestellt werden soll. Dieses Gesamtprojekt soll auch der Allgemeinheit außerhalb der Schulgemeinschaft zugänglich gemacht werden. Hinzu kommen weitere Qualifizierungsangebote wie Vorträge, erlebnispädagogische und gruppendynamische Angebote, Förderplangespräche, Bewerbungsarbeit, Schulungen zum Umgang mit digitalen Medien, zu Wohnungssuche und Wohnungsführung oder Sprachkurse, ebenso sind Praktika vorgesehen. Gefördert wird das Projekt, das bis 31. Dezember 2022 angelegt ist, durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus und kofinanziert von der EU. Zudem wird das Projekt vom Jobcenter Donnersbergkreis und dem Landkreis Donnersberg finanziell unterstützt.

KONTAKT
Weitere Informationen zum Projekt erteilen Sabrina Mahler sowie Susanne Throm, Telefon 06352/71 90 670, E-Mail: info@gbq.donnersberg.de, Internet: www.gbqdonnersberg.de.