Technische Umstellung der Feuerwehr

Ab Mai neue Atemschutztechnik im Einsatz

Atemgifte sind eine der Hauptgefahren, denen die Feuerwehr im Einsatz ausgesetzt werden kann. Insbesondere bei Brandeinsätzen, bei denen durch die Verbrennung verschiedener Stoffe, Atemgifte mit erstickender-, Reiz- oder Ätzwirkung entstehen, stellen sie eine große Gefahr dar.

Um die Gefahren so gering wie möglich zu halten, stehen den Frauen und Männern der Feuerwehr sogenannte Atemschutzgeräte zur Verfügung. Den Einsatz und die Voraussetzung zum Tragen und Bedienen solcher Geräte regelt die Feuerwehrdienstvorschrift und die Unfallverhütungsvorschrift „Feuerwehr“.

In der Verbandsgemeinde Göllheim wurden bis April 2020 Atemschutzgeräte mit Normaldruck verwendet; diese konnten im Mai durch sogenannte Überdruckgeräte ersetzt werden.

Warum ist diese Umstellung nötig?

Beim Normaldruck ist der Luftdruck in der Atemschutzmaske genau wie in der Umgebung. Beim Überdruck wird nach Anlegen des Gerätes ein Überdruck in der Maske erzeugt. Das bedeutet, der Druck in der Maske ist höher als in der Umgebung, beispielsweise in einem verrauchten Gebäude.

Durch den höheren Druck innerhalb der Maske können keine giftigen Gase in die Maske/Atemluft des Atemschutzgeräteträgers eindringen. Bei Geräten mit Normaldruck besteht dieses Risiko, wenn ggf. eine Undichtigkeit der Maske besteht.

Ein weiterer Vorteil dieser Überdruckgeräte ist der erleichterte Atemwiderstand, welcher durch den höheren Druck in der Maske erzeugt wird. Gerade bei der Menschenrettung und Brandbekämpfung im Innenangriff ist dies eine enorme Erleichterung und stellt somit auch einen nicht zu unterschätzenden Sicherheitsfaktor dar.

Die Ausbildung der Kameradinnen und Kameraden konnten unsere Leiter Atemschutz bereits zu Jahresbeginn im Rahmen der jährlichen Atemschutzübung durchführen; somit kann unmittelbar nach der Umstellung im Mai die neue Technik verwendet werden.

Verantwortlich für diese Umstellung ist die Atemschutzwerkstatt der Verbandsgemeinde, diese befindet sich im Feuerwehrhaus Göllheim. Gemeinsam mit seinem Team, der Atemschutzgerätewarte, ist Richard Hofmann für die Sicherheit, Prüfung und Wartung der Atemschutzgeräte verantwortlich.

Mit der Firma Magin Atemschutz (Schifferstadt), als zuverlässiger Partner, arbeiten unsere Gerätewarte und die Verbandsgemeinde seit vielen Jahren erfolgreich zusammen.

,