„SonnenKinderKunst“ – Kinder der Albisheimer SonnenKita stellen ihre von einem Ausstellungsbesuch inspirierten Bilder aus

Im Albisheimer Dorfgemeinschaftshaus ist ganz schön viel los, der Raum ist voll mit Kindern, Eltern und Großeltern und natürlich mit Kunst. Heute werden gleich zwei Ausstellungen präsentiert: „Farbenfundament“ mit Bildern der Künstlerin Ruth Genné, die schon länger läuft, und – als Zugabe – die „SonnenKinderKunst“-Bilder der Kinder aus der Albisheimer SonnenKita, die sie nach einem Besuch der Ausstellung von Ruth Genné gemalt haben.

„Zuerst waren wir alle in der Ausstellung und haben uns alle Bilder angeguckt,“ erzählt Caroline, „dann hat sich jedes Kind ein Lieblingsbild ausgesucht und den anderen Kindern erklärt, was ihr oder ihm daran besonders gut gefällt.“ Dabei ist den Kindern richtig viel aufgefallen: Die Künstlerin Ruth Genné benutzt nämlich zum Beispiel nicht nur Farbe, sondern arbeitet in ihre Bilder auch Stoff, Papier oder sogar Metall ein; und sie verwendet auch andere Werkzeuge als nur mit einem Pinsel: sie kleckst, spritzt, schüttet, spachtelt oder kratzt die Farbe aufs Bild. Dabei entstehen dann manchmal Landschaften und manchmal abstrakte Bilder, in denen man ganz viele verschiedene Sachen entdecken kann. Aber farbig und kräftig sind sie eigentlich immer, die Bilder von Ruth Genné. Das fanden die Kinder besonders interessant. „Am Schluss des Ausstellungsbesuchs haben wir uns dann noch Skizzen gemacht, so wie richtige Künstler das eben auch machen – mit Bleistift auf einem Skizzenbrett,“ erklärt Eva.

Die Kinder mit ihren Erzieherinnen beim Besuch der Ausstellung “Farbenfundament”. Foto: Dieter Runck

Aus diesen Skizzen wurden dann ein paar Tage später in der Kita richtige Kunstwerke. Dafür bekam jedes Kind eine Leinwand, einen Malkittel und eine große Auswahl an Farben, Material und Werkzeugen. Dann ging es los: Mit ein bisschen Unterstützung von ihren Erzieherinnen Anna und Christel waren die Pinsel ganz schnell vergessen, schon bald wurden mit Schwämmen, Rollen oder Folien gestempelt, gewischt, geschüttet und gekleckst, was das Zeug hielt. Manche Kinder sind dabei auch auf ungewöhnliche Ideen gekommen: Ben zum Beispiel hat eine Zange benutzt, um die Farbe auf seinem Bild zu verteilen, Kajetan hat eine lange Schraube in sein Bild geklebt, Frida hat ganz viele Schichten Farbe über ihr Bild gelegt und am Ende sogar noch den Rand der Leinwand bemalt. Die Ideen waren so unterschiedlich und vielfältig wie die Kinder selbst und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen.

Die kleineren Arbeiten der Kinder machen sich gut neben den großen Werken von Ruth Genné. Foto: Annika Treiber

Das finden übrigens auch die Eltern, die von ihren Kindern zur Präsentation im Dorfgemeinschaftshaus eingeladen worden sind.

Das Fazit der Aktion ist ein ganz klares: „Kunst ist für alle da!“ und es sind sich auch alle einig, dass es unbedingt Fortsetzung des „SonnenKinderKunst“-Projektes geben sollte – vielleicht sogar schon bei der nächsten Ausstellung im Herbst?