Heimatliebe und Sehnsuchtsorte

„Göllheim, die Pfalz und Anderswo“ – Hermann Stabel in der Göllheimer Kunstscheune

Werke Hermann Stabels bestimmen in diesem Jahr die Göllheimer Kunstszene. Sein „Göllheimpanorama“ ziert nicht nur den Bühnenhintergrund aller Veranstaltungen zum 1200jährigen Jubiläum des Ortes im Haus Gylnheim, sondern findet sich auf offiziellen Einladungsschreiben und ist einer seiner Beiträge zur Kunstedition „Ars Göllheim“.
Stabels Malerei hat hohen Wiedererkennungswert. Er entwickelte in den Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit seinen unnachahmlichen Stil und kaum ein Göllheimer Künstler verankert in seinem Werk eine so große Heimatverbundenheit wie er. Die großformatigen, farbenfrohen Acrylgemälde zeigen immer wieder Motive der Heimat: idyllische Studien von Fachwerkhäusern, Kirchensilhouetten, Denkmälern oder pfälzischen Dörfern, alles eingebettet in farbige Felder und streng graphische Formen. Typisch für seine Malerei ist auch der Einsatz von Beschriftungen, großformatigen Titeln als wesentliche Bildelemente. Sie wirken wie am Reißbrett zu Schablonen entworfen, sind jedoch freihändig vom Maler ins Bild hinein komponiert. Der verschwenderische Einsatz von Primärfarben entfaltet Lebensfreude und Optimismus, oft ist die Sonne in den Landschaften zu finden und nun auch neue, bisher wenig bekannte Elemente: schwebende, naturgetreue Mohnblumen, Bäume, grüne Natur. Neben seinen Göllheimbildern präsentiert Hermann Stabel seine Sehnsuchtsorte: Santorin mit weißen Kuppeln am blauen Meer, toskanische Landschaften mit alten Gemäuern und Zypressenhainen. Er wagt sich jedoch auch an Neues wie den Einsatz von Farberde und natürlichen Tonpigmenten, die ganz neue, zarte Farbstimmungen entstehen lassen. Die Idee dazu hatte er im letzten Herbst, als der Architekt Peter Kummermehr dieses Material im „Uhl’schen Haus“ vorstellte.
Den Besucher erwartet eine Ausstellung, die ihn mit einer guten Portion Lebensfreude im Herzen entlassen wird und vielleicht eigene Sehnsuchtsorte in ihm wachruft. Auf jeden Fall ist es die passende Ausstellung zur Feier des 1200jährigen Bestehens seines geliebten Heimatortes. Die Vernissage findet am 4.9.2019 um 19.00 Uhr in der Kulturscheune statt. Zugang über die Freiherr-vom-Stein-Straße 1-3 (Über Parkplatz der Verbandsgemeindeverwaltung). Weitere Öffnungszeiten: 6., 7., und 8. September, 13.00 -16.00 Uhr.

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Autor: Doris Bugiel

Vorsitzende des Kulturvereins seit 2011.