Festakt 1200 Jahre Göllheim

Großartiger Festakt zur 1200-Jahr-Feier – Volles Haus beim offiziellen Festakt im Haus Gylnheim

Göllheim. Schon das ganze Jahr wird in Göllheim der 1200. Geburtstag der Gemeinde gefeiert. Jetzt fand im Haus Gylnheim der offizielle Festakt mit gut 400 Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft statt.

Die Gäste des Abends wurden vom Musikverein Göllheim unter der Leitung von Jens Göngrich mit drei beindruckend gespielten Stücken begrüßt. Danach betrat der mythische Gründer und Namensgeber Göllheims, der Franke Gilo (Hermann Wapenhensch) die Bühne und gab den Gästen einen kurzweiligen Abriss über die Besiedelung und Entwicklung Göllheims von der Frankenzeit über die erste urkundliche Erwähnung im Jahre 819 bis hin zur Reformation.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller ging es auf der Bühne mit Musik weiter. Sopranistin Gunda Baumgärtner gab mit Unterstützung der Pianistin Jin Liang mehrere Stücke zum Besten. Staatssekretär Randolf Stich überbrachte die Grüße der Mainzer Landesregierung, ehe die Bühne wieder einer der Göllheimer Symbolfiguren gehörte: Der Gemeindediener (Thomas Dittrich) verschaffte sich mit der Schelle Gehör und berichtete davon, wie Göllheim sich unter der Herrschaft der Bayern und Franzosen schlug und warum Göllheim bis heute kein Stadtrecht hat. Auch Landrat Rainer Guth gratulierte der Gemeinde und brachte ein ganz besonderes Geschenk mit: einen Ableger der großen Kastanie, die bis zum Jahr 2012 vor der alten Post gestanden hatte, dann aber aus infrastrukturellen Gründen gefällt werden musste. Der Baum wurde im Zuge des Projektes ‚Junge Riesen‘ aber vorher noch beerntet und nachgezogen, so dass nun ein Sohn oder eine Tochter der alten Kastanie in Göllheim eingepflanzt werden kann.

Verbandsgemeindechef Steffen Antweiler gratulierte genauso wie Dyckerhoff-Werksleiter Stefan Woywadt, ehe der Nachtwächter (Thomas Renk) aus einem dunklen Kapitel der Göllheimer Geschichte, aus der Zeit des Nationalsozialismus, berichtete. Unterstützt wurde er dabei von einer Truppe Göllheimer Nachwuchsdarsteller, die mit einem szenischen Spiel beeindruckten.

Den Abschluss machten die Grußworte der Bürgermeister von Göllheims Partnerstädten, Carlo Maglioni aus Marano Equo in Italien und Piotr Kozlowski aus Kozienice in Polen.
Der Göllheimer Gänsehirt (Jürgen Jooß) leitete dann das Schlussbild ein, ehe der Göllheimer Musikverein gemeinsam mit Gunda Baumgärtner die Europahymne anstimmte und den Abend damit ausklingen ließ. Auch nach dem Ende des offiziellen Teils wurde noch lange gegessen, getrunken und gelacht, ganz so, wie es sich für einen runden Geburtstag gehört.

Fotos: Kurt Lahr

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