10 Jahre Haus Antonius Göllheim

10 Jahre Haus Antonius: „Altenhilfe ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Gesellschaft“

Mit einem Festakt feierte das Seniorendomizil Haus Antonius in Göllheim sein 10-jähriges Bestehen. Hierzu wurde am 16. November 2017 mit Gästen in der Festhalle Haus Gylnheim gefeiert.

Vera Liss, Leiterin des Seniorendomizils, hieß die Gäste nach dem Sektempfang willkommen: „Compassio heißt übersetzt Sympathie, und das bedeutet wiederum mitfühlen. Ich glaube, das gelingt uns in unserem Haus Antonius: Wir fühlen mit, wir strengen uns an, den Bewohnern ein sympathisches Zuhause zu geben“. Im Weiteren gab Sie Einblick in die Vielfalt der Seniorenbetreuung. Eine gute Seniorenbetreuung bedarf vieler helfenden Hände und Unterstützer. Die Angehörigen sind eine wichtige Stütze, ebenso die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter, Vereine, Kirchen, Kooperationspartner und Dienstleister bis hin zu den Verantwortlichen der Politik. „Diese Zusammenarbeit hat in den vergangenen 10 Jahren sehr gut funktioniert“, machte Liss froh und bedankte sich bei den Anwesenden für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner im Haus Antonius.

Anschließend überbrachte Ortsbürgermeister Dieter Hartmüller die Glückwünsche der Gemeinde Göllheim und freute sich über die entspannte Zusammenarbeit. „Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass Göllheim ohne diese Einrichtung auskommen könnte“. „Wir sind ausgesprochen glücklich darüber, eine so gute Versorgung vor Ort anbieten zu können“, so Hartmüller.

Wolfgang Frühschütz, Geschäftsführer des Trägers compassio, erwähnte zu Beginn seiner Rede, dass Haus Antonius die erste compassio-Einrichtung in Rheinland-Pfalz sei, die das 10-jährige Bestehen feiert. In seinem Grußwort beleuchtete er die Zukunft der Gesellschaft und im Besonderen die Entwicklungen der Altenhilfe. In den kommenden Jahren wird sich das Problem des Demografischen Wandels verschärfen. Zusammengefasst heißt das – immer mehr ältere Menschen die betreut und gepflegt werden müssen und immer weniger Menschen, die diese professionell versorgen können. „In Zukunft wird jede Person und Hand im Arbeitsmarkt und speziell in der Altenhilfe benötigt. Soziales Engagement, bürgerschaftliches Engagement, sich gegenseitig helfen, wird deshalb mehr denn je gefragt sein. Wir müssen das System der Altenhilfe neu denken und auch mutig unkonventionelle Wege gehen“, so Frühschütz. Als Betreiber von 28 Seniorendomizilen möchte man sich den Herausforderungen stellen.

Helmut Becher, Vorstandsmitglied bpa Rheinland-Pfalz (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste), sprach in seinem Festvortrag über die „Musik des Lebens“, über die Pflegeeinrichtungen, die wie große Orchester gut funktionieren, wenn man aufeinander höre und die Gesamtharmonie nicht aus dem Augen verliere. Er ließ sich dabei originellerweise von einer Drehorgel begleiten.

Den Schlusspunk des offiziellen Teils bildete die Ehrung von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen. Insbesondere Küchenchef Christian Bollinger, Haustechniker Peter Köhler, Verwaltungsangestellte Stefanie Mehrhof und Pflegehelferin Sonja Brenneisen wurde ein besonderer Dank zuteil. Seit nunmehr zehn Jahren sind die Mitarbeiter im Haus Antonius beschäftigt. Ihnen überreichte Vera Liss Blumen.

Als Dank und Anerkennung übergab Wolfgang Frühschütz ein Geldgeschenk an das Haus. Bei Sekt, Getränken, Häppchen und einer Geburtstagstorte klang der Abend mit interessanten Gesprächen aus. Sänger Philipp Wüstenhaus umrahmte mit Gitarrenklängen und beschwingten Liedern die Feier.

,